Den frischesten Blick auf die aktuellen Immobilienpreise liefert das ImmoScout24-WohnBarometer für das dritte Quartal 2026. Es misst Angebotspreise – und zwar so: Ein lernender Algorithmus berechnet aus mehr als 8,5 Millionen Inseraten der vergangenen fünf Jahre die Preise standardisierter Referenzobjekte. Bundesweit verteuern sich Bestandswohnungen gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent auf 2.653 Euro pro Quadratmeter, Bestandshäuser um 0,5 Prozent auf 2.955 Euro. Gegenüber dem Vorjahr liegen die Preise 4,1 beziehungsweise 3,6 Prozent höher.
Unter der ruhigen Oberfläche rumort es allerdings. Im zweiten Quartal waren die Angebotspreise für Bestandswohnungen noch in allen acht Metropolen gestiegen, nun sinken sie in fünf davon. Berlin und Hamburg verlieren jeweils 1,5 Prozent, Frankfurt am Main 1,0 Prozent, München und Stuttgart jeweils 0,4 Prozent. Aufwärts geht es nur in Düsseldorf, Leipzig und Köln. Im Jahresvergleich liegen zwar noch sieben der acht Metropolen im Plus, wer in Berlin oder Hamburg verkauft, sollte sich trotzdem an den aktuellen Quartalswerten orientieren und nicht an den Inseraten aus dem zweiten Quartal.
